Gratiswette in Österreich: Der Schein ist gratis, der Einsatz nicht

Updated Oktober 2026
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Ein leerer Wettschein aus Papier ohne Aufdruck liegt auf einem Holztisch neben einem Kugelschreiber im Licht einer Schreibtischlampe.

Stand: Oktober 31, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen, Wettordnung und Bonusbedingungen wurden gegen die Bedingungen der Anbieter und gegen die öffentlich einsehbaren Angaben der Landesregierungen geprüft.

Das FreeBet-Angebot von win2day Sportwetten umfasst fünf FreeBets zu je 10 € (insgesamt 50 €) nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €; sie sind drei Jahre nutzbar.

Eine Gratiswette klingt nach einem Geschenk, das man annimmt oder liegen lässt. In Wahrheit ist sie ein Angebot mit Bedingungen, die der Anbieter allein festlegt. Kein Gesetz in Österreich schreibt vor, wie hoch ein Bonus sein muss, welche Mindestquote gilt oder wann er verfällt. Es gibt kein Bundesgesetz für Sportwetten, keine Bundesbehörde, die Boni prüft, und keine Liste, auf der ein Anbieter stehen müsste, um eine Freiwette auszahlen zu dürfen. Was bleibt, ist ein Wettschein, den jemand anderes bezahlt hat – und eine Reihe von Regeln, die entscheiden, wie viel davon bei Ihnen ankommt.

Die erste dieser Regeln ist die unangenehmste: Der Einsatz einer Freiwette wird bei einem Gewinn nicht mit ausgezahlt. Wer eine 10-Euro-Freiwette auf Quote 2,00 setzt, bekommt 20 Euro gutgeschrieben – davon sind 10 Euro der Einsatz, den der Anbieter gestellt hat, und 10 Euro der eigentliche Gewinn. Ausgezahlt werden die 10 Euro. Das ist kein Trick, das ist die Bauart. Der zweite Satz, der oft fehlt, ist der Verfall: Bei win2day Sportwetten sind die FreeBets drei Jahre lang nutzbar, bei Boomerang-Bet müssen die Umsatzbedingungen innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Einzahlung erfüllt sein – die Spanne zwischen großzügig und eng ist der eigentliche Vergleich, nicht die Zahl auf dem Werbebanner.

Rechtslage in Österreich: Bewilligung, Gebühr und was ein Bonus nicht ist

Der Weg zu einer österreichischen Sportwette führt über ein Bundesland, nicht über den Bund. Sportwetten gelten in Österreich nicht als Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes; der Verwaltungsgerichtshof hat die klassische Sportwette als Geschicklichkeitsspiel außerhalb dieses Gesetzes eingeordnet (2.7.2015, Ro 2015/16/0019). Daraus folgt eine ganze Reihe von Lücken, die man kennen muss, wenn man über Boni redet: Es gibt keine Bundeslizenz, keine Bundesaufsicht, keine bundesweite Liste konzessionierter Buchmacher und kein bundesweites Sperrregister für Sportwetten.

Ein Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung gesehen, darüber ein klarer Nachthimmel und davor dunkle Hügel.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Wer Sportwetten annehmen will, braucht stattdessen eine Bewilligung nach dem Wettgesetz des jeweiligen Bundeslandes. Neun Bundesländer, neun Gesetze, neun Behörden. Niederösterreich regelt es im NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Wien im Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich im Oö. Wettgesetz, und in jedem dieser Länder entscheidet eine andere Stelle. Das ist der Grund, warum ein Anbieter mit Bewilligung aus Niederösterreich damit wirbt und ein anderer aus Tirol – und warum „österreichisch lizenziert“ keine Kategorie ist, die man in einem Satz erledigen kann.

Was die Bewilligung konkret ist – und was sie nicht ist

Die Bewilligung ist das, was ein Bundesland einem Wettunternehmer ausstellt, wenn er Wetten annehmen darf. Sie ist ausdrücklich keine Konzession: „Konzession“ ist der Begriff des Glücksspielgesetzes für Lotterien und Casinos, und wer ihn auf Sportwetten anwendet, verwendet die falsche Vokabel. Die Bewilligung ist auch keine Erlaubnis für das ganze Land. Sie gilt für das Land, das sie erteilt hat, und die Landesgesetze knüpfen sie bei Online-Wetten an den Ort, von dem aus der Anbieter die Daten bereitstellt (VwGH 9.4.2026, Ra 2025/02/0037, zum Oö. Wettgesetz).

Wie ein solcher Nachweis aussieht, wenn er vollständig ist, zeigt tipp3: Im Impressum steht das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020) als Rechtsgrundlage, die Bewilligung der NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. Drei Angaben, alle prüfbar. Ähnlich vollständig ist der Eintrag bei Vierklee, wo die Bewilligung der Tiroler Landesregierung mit der Zahl IIa.10.065/144-0 genannt wird. Bei anderen Anbietern fehlt die Hälfte: Merkur Bets und Starsportwetten nennen eine Bewilligung, aber nicht das Land oder die Bescheidnummer.

Bei win2day lohnt die Trennung, weil hier zwei Regime unter einer Marke laufen. Die Sportwetten beruhen laut Hinweis auf der Seite auf einer erteilten Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung und unterliegen deshalb nicht den Bestimmungen des Glücksspielgesetzes und nicht der Aufsicht des BMF oder des Finanzamts Österreich. Die Lotterien und Casinospiele desselben Hauses laufen dagegen unter der Bundeskonzession nach dem Glücksspielgesetz. Wer aus dem Casino-Angebot auf die Sportwetten schließt, schließt falsch.

Die 5-Prozent-Gebühr: Der einzige Posten am Wettschein, den der Gesetzgeber kennt

Seit dem 1. April 2025 kostet jeder Wetteinsatz in Österreich eine Gebühr von 5 Prozent. Rechtsgrundlage ist die Wettgebühr nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025; davor waren es 2 Prozent, und zwar vom 1.10.2005 bis zum 31.3.2025. Bemessungsgrundlage ist der Wetteinsatz selbst. Schuldner ist, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt, also der Anbieter – nicht der Wettkunde. Das ist wichtig, weil es erklärt, warum die Gebühr am Wettschein unterschiedlich auftaucht: Ob und wie sie weitergegeben wird, über die Quote, über die Auszahlung oder gar nicht, ist die Entscheidung des jeweiligen Unternehmens.

tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen; bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent des Gewinns abgezogen. Das klingt nach einem Prozentpunkt und ist keiner – wer die Basis verwechselt, rechnet falsch. Das Rechenbeispiel von tipp3: 10 Euro Einsatz, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 Euro, Gebühr 1 Euro, ausgezahlt werden 19 Euro. Die fünf Prozent sind dort fünf Prozent des Gewinns, nicht des Einsatzes; die Abgabe selbst aber bemisst sich am Einsatz. Ausgenommen vom Abzug sind Gewinne aus Cash-Outs sowie aus „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten.

Die Gebühr fällt auch dann an, wenn die Wette aus Österreich bei einem im Ausland ansässigen Anbieter platziert wird. Sie ist daher kein Nachweis einer österreichischen Bewilligung und taugt nicht als Beleg dafür, dass man es mit einem genehmigten Buchmacher zu tun hat. Das Bundesfinanzgericht hat die Beschwerde eines Buchmachers gegen die 5 Prozent abgewiesen (12.5.2026, RV/7100519/2026). Ob der Anbieter die Gebühr in die Quote einpreist oder sichtbar abzieht, ist genau der Unterschied, der zwischen zwei Buchmachern mit gleicher Quote über den Auszahlungsbetrag entscheidet.

Boni: was der Gesetzgeber regelt, nämlich nichts

Zum Thema Sportwetten-Boni gibt es in Österreich keine gesetzliche Regelung. Keine Verordnung legt eine maximale Bonus­höhe fest, keine Behörde prüft Umsatzbedingungen, keine Vorschrift schreibt eine Mindestquote vor. Auch eine Beschränkung von Sportwetten-Werbung kennt das österreichische Recht nicht: kein Werbeverbot, kein Zeitfenster. Die Landesspielgesetze verlangen lediglich einen verantwortungsvollen Standard – Wien etwa in § 18 Abs. 4 des Wiener Wettengesetzes.

Für den Leser bedeutet das eine einzige Konsequenz, die man nicht oft genug sagen kann: Bei einer Freiwette gelten ausschließlich die Bedingungen des Anbieters. Was dort steht, ist das Angebot; was nicht dort steht, existiert nicht. Ein Anbieter, der seine Umsatzbedingungen nicht auf der Startseite nennt, hat sie trotzdem – BetLabel bewirbt einen 100-Prozent-Bonus bis 100 Euro, ohne Umsatzbedingungen, Mindestquote oder Frist auf der Startseite zu nennen; Golisimo bewirbt einen Ersteinzahlungsbonus von 100 Prozent bis 100 Euro und einen Krypto-Bonus von 100 Prozent bis 200 USDT, während die Bedingungen der Aktionsseiten nicht abrufbar waren.

Wo die Wettgebiete aufhören: Bundesweites gilt nicht

Wer annimmt, in Österreich gelte überall dasselbe, irrt an mehreren Stellen. Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teil- oder Endergebnisse (Text von 2020), Oberösterreich nur auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder darauf, wer den nächsten Treffer erzielt (Text von 2021). Die aktuelle Regelung in Niederösterreich lässt sich daraus nicht ableiten. Wer Live-Wetten mit einer Freiwette kombinieren will, muss deshalb beim konkreten Buchmacher nachsehen und nicht in einer allgemeinen Übersicht.

Auch die Einsatzgrenzen unterscheiden sich: 500 Euro pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich, 50 Euro pro Wette an Terminals ohne Kassa in Wien. Für Online-Wetten in den übrigen Bundesländern ist eine solche Grenze nicht festzustellen – was bedeutet, dass der Anbieter sie setzt. Wetten auf politische Ereignisse oder Fernsehsendungen sind grundsätzlich nicht zulässig. Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel und keine Sportwette; sie können von einem Land nicht bewilligt werden. Wer auf ein virtuelles Rennen setzt, nutzt also kein bewilligtes Sportwettenangebot, sondern ein Glücksspielprodukt.

Der Graubereich: Anbieter ohne Bewilligung

Neben den bewilligten Buchmachern treffen österreichische Spieler auf Anbieter, die über keine Bewilligung eines Bundeslandes verfügen. Sie sind nicht mit einem Stempel „illegal“ zu versehen, und man darf sie genauso wenig als legal bezeichnen: Die Rechtslage hängt am Wettgesetz des jeweiligen Landes und ist umstritten. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist keine österreichische Bewilligung, und keine österreichische Behörde veröffentlicht eine Liste, auf die sich ein Spieler berufen könnte. Klar ist nur die Kehrseite: Eine österreichische Selbstsperre reicht nicht dorthin.

Die Bußgelder für Anbieter ohne Landesbewilligung sind überschaubar und treffen den Spieler nicht: bis zu 22.000 Euro in Wien, bis zu 20.000 Euro in Oberösterreich (Texte von 2020/2021). Eine Sanktion für den Spieler, der bei einem ausländischen Buchmacher setzt, ist nicht ersichtlich. Gerichte haben unbeanstandete Casino- und Pokeranbieter zur Rückzahlung von Verlusten verurteilt; für Sportwetten gibt es keine vergleichbare Entscheidung, und wer aus abstrakten Erwägungen Ansprüche ableitet, hat dafür keinen Boden.

Spielerschutz: Warum der Bonus der teuerste Teil des Angebots ist

Ein Bonus verändert das Einsatzverhalten, und zwar in eine Richtung. Ein Konto mit 50 Euro Freiwette lädt zu Einsätzen ein, die ohne diesen Anlass nicht zustande kämen. Das ist kein moralisches Argument, sondern schlicht die Mechanik: Was nichts kostet, wird leichter riskiert. Der Punkt, an dem das teuer wird, ist der Übergang von der Freiwette zum eigenen Geld – dort, wo die eingesetzten Beträge nicht mehr die des Anbieters sind.

Eine gesetzliche Pflicht zur Einzahlungsgrenze gibt es für Sportwetten nicht. Es existiert keine bundesweite Einzahlungs- oder Verlustgrenze, und die Landesspielgesetze kennen sie für Sportwetten ebenfalls nicht. Anträge in der Steiermark und in Niederösterreich aus dem Jahr 2025, die eine solche Grenze fordern, sind nicht Gesetz geworden. Wer glaubt, ein österreichischer Buchmacher müsse ihm von sich aus ein Limit anbieten, glaubt an etwas, das nicht existiert. Was existiert, sind Werkzeuge des jeweiligen Anbieters – und die unterscheiden sich erheblich.

Aufsehenerregend ist die Spanne bei den Einzahlungen. win2day begrenzt Einzahlungen in Sportwetten bis zum Alter von 26 Jahren auf höchstens 250 Euro pro Woche, gerechnet von Freitag bis Donnerstag; ab 26 Jahren auf höchstens 1.680 Euro pro Kalendermonat, wobei eine individuelle Erhöhung auf Antrag möglich ist. Gewinne zählen nicht zu diesem Limit. Das ist eine Regel mit zwei Schwellen, und die jüngere ist die härtere – mit 24 sind 250 Euro in der Woche die Obergrenze, mit 27 ist dieselbe Person bei 1.680 Euro im Monat.

tipp3 setzt beim Ausstieg anstatt beim Einsteigen an. Es gibt eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten, während der das Guthaben im Konto bleibt, und eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, bei der das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen wird. Beide sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Diese Unumkehrbarkeit ist der eigentliche Wert der Einrichtung: Eine Sperre, die man um 23 Uhr aufheben kann, ist keine Sperre, sondern eine Bestätigungsabfrage.

Was es nicht gibt: ein bundesweites Sperrregister für Sportwetten. Die Landesspielgesetze regeln Selbstausschlüsse je Land und je Anbieter, nicht landesweit – in Wien ist eine Aufhebung frühestens nach zwei Jahren möglich. Das Glücksspielreformgesetz 2026, das am 14.10.2026 noch ein Gesetzesentwurf war, schafft ein Sperrregister und ein Limitregister; Sportwetten stehen in beiden nicht. Wer sich bei einem Buchmacher sperrt, ist bei einem zweiten nicht gesperrt; eine Blockade von Einzahlungen ist ein geplantes Instrument dieses Entwurfs und kein Werkzeug der Sportwettenaufsicht. Hilfe für Spieler bündelt Playsponsible.at.

Grundlagen: Was eine Gratiswette ist und wann sie verfällt

Der Einsatz einer Freiwette wird bei einem Gewinn nicht ausgezahlt – das ist die einzige Regel, die den Charakter des Angebots bestimmt. Wo eine normale Wette einen Einsatz verlangt, den der Spieler ohnehin einsetzt und bei einem Treffer samt Gewinn zurückbekommt, stellt ein Anbieter bei einer Freiwette diesen Einsatz. Er zahlt ihn nicht aus. Basis, die sich daraus ergibt: Wer eine 10-Euro-Freiwette auf Quote 2,00 gewinnt, erhält 20 Euro gutgeschrieben, davon 10 Euro Einsatz und 10 Euro Gewinn; der ausgezahlte Betrag ist 10 Euro.

Ein Fußball liegt auf einem Rasenplatz im Abendlicht, am Rand stehen ein paar Hütchen, niemand ist zu sehen.
Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion von win2day deaktiviert.

Bei win2day Sportwetten ergibt sich das FreeBet-Paket aus fünf FreeBets zu je 10 Euro, insgesamt also 50 Euro, nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 Euro. Diese FreeBets sind drei Jahre nutzbar, gelten nur für Einzelwetten und nicht für Systemwetten, müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden und sind nicht auszahlbar. Wer bei dem Anbieter eine Systemwette baut, um mehr aus den 50 Euro zu machen, verliert sie: Die FreeBets greifen dort nicht.

Die zweite Bedingung mit direkter Kostenwirkung steht in den FAQ von win2day: Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion deaktiviert. Der mögliche Gewinn ergibt sich bei FreeBets aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes. Das heißt: Eine Freiwette ist ein Instrument für Einzelwetten mit festem Ergebnis, nicht für das laufende Management einer Position. Wer den Cash-Out als Notausgang einplant, plant ihn bei dieser Wette vergeblich ein.

Dasselbe Muster, nur mit anderen Zahlen, findet sich bei Anbietern ohne Bewilligung. Boomerang-Bet zahlt 100 Prozent der ersten Einzahlung bis 100 Euro, für Spieler aus Österreich, Deutschland, Norwegen, Finnland und der Schweiz liegt das Maximum bei 200 Euro, die Mindesteinzahlung beträgt 20 Euro. Der Erstbonus muss für Kunden aus diesen Ländern fünfmal umgesetzt werden, für andere Länder sechsmal; der Abschnitt zur Freischaltung nennt dagegen pauschal die sechsfache Umsatzangabe. Wer die Bedingungen liest, findet also zwei Angaben für denselben Bonus und muss davon ausgehen, dass die strengere gilt. Mindestquote 1,50, bei Kombiwetten mindestens 1,5 pro Auswahl, Erfüllung innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Einzahlung, und pro Wette zählen höchstens 50 Euro zum Umsatz. Einzahlungen per Skrill oder Neteller zählen gar nicht.

Die freundliche Formulierung und ihr Preis

Manche Angebote verzichten auf Umsatzbedingungen – oder sagen es jedenfalls. Winz wirbt mit einem Willkommensbonus bis zu 10.000 US-Dollar oder 130 mBTC ohne Umsatzanforderung für das Casino sowie mit 20 Prozent täglichem Cashback ohne Limit; das Treueprogramm WinzUp bietet bis zu 35 Prozent Rewards. Bitz geht noch weiter und erklärt, Prämien würden als echtes Geld ohne Umsatzbedingungen ausgezahlt. Man muss den Kreis der Angebote genau lesen: In beiden Fällen handelt es sich überwiegend um Casino- und Cashback-Aktionen, und Casino und Sportwetten sind bei Kryptoanbietern zwei Produkte unter einem Konto mit gemeinsamer Wallet. Wer die Aussage auf seine Sportwette überträgt, überträgt etwas, das dort nicht steht.

Beim Geld ist die Lage ohnehin enger, als sie aussieht. Slotimo Österreich nennt für das Willkommenspaket eine Mindesteinzahlung von 20 Euro pro Teilangebot und eine Frist von in der Regel 30 Tagen ab Kontoeröffnung, in der die Umsatzanforderung erfüllt sein muss; der Sport-Willkommensbonus beträgt 100 Prozent bis 100 Euro, der Reload-Sportbonus 50 Prozent bis 50 Euro. Die Kombination aus Mindesteinzahlung, Umsatz und Frist ist der Punkt, an dem aus einem Bonus ein Freizeitjob wird. NEO.bet bewirbt bei der Ersteinzahlung bis zu 100 Euro plus 25 Euro Freiwetten nach App-Download und Registrierung, ohne die konkreten Umsatzbedingungen in der App-Beschreibung zu nennen. Betovo nennt 100 Prozent bis 250 US-Dollar Erstbonus, Mindesteinzahlung 10 US-Dollar, Mindestquote 1,59 und die Umsatzangabe „Wette: 6“, gültig nur für Neukunden mit erster Echtgeld-Einzahlung und nur für Sport- und Live-Sport-Wetten.

Was das FreeBet von win2day in Euro und Cent wert ist

Die Frage, die eine Freiwette beantworten muss, ist nicht, wie viel sie kostet – sie kostet nichts –, sondern wie viel von ihrem Nennwert hängen bleibt, wenn man sie spielt. Die Rechnung dafür hat eine feste Form: Der Wert eines FreeBet, dessen Einsatz nicht zurückgezahlt wird, ergibt sich aus dem FreeBet-Betrag multipliziert mit (Quote − 1), geteilt durch die Quote und multipliziert mit dem Auszahlungsanteil des Marktes. Der Auszahlungsanteil wiederum ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes; die Marge ist das, was davon auf 100 Prozent fehlt.

Nehmen wir das Paket von win2day: 50 Euro FreeBet, gespielt als Einzelwetten auf einen Markt mit zwei Ausgängen zu je 1,90. Aus diesen Quoten ergibt sich ein Auszahlungsanteil von rund 95 Prozent, die Marge liegt bei rund 5 Prozent. Damit liegt der durchschnittliche Wert des Pakets bei ungefähr 29 bis 30 Euro – bei 50 Euro Nennwert also rund 59 Prozent. Die Schwankungsbreite um diesen Wert ist Teil der Aussage: Wer die zehn Euro auf Quote 1,5 spielt, hat weniger als die Hälfte des Nennwerts in der Hand, weil der Hebel kleiner ist; wer auf Quote 3,0 spielt, kommt deutlich darüber. Die Annahme hinter der Zahl ist immer dieselbe – gespielt wird zu gleichen Teilen auf beide Ausgänge eines Zwei-Wege-Marktes mit Quoten von 1,90, und die 50 Euro werden vollständig eingesetzt. Je größer die bespielte Quote, desto mehr bleibt hängen, und desto seltener trifft es ein.

Das ist eine statistische Schätzung über viele Wetten unter dieser Annahme, kein Versprechen für eine einzelne Wette und ausdrücklich kein Hinweis darauf, wie wahrscheinlich ein Gewinn ist. Die Zahl sagt nur, was ein solches Paket im Durchschnitt an nutzbarem Wert trägt. Der Löwenanteil des Abzugs liegt dabei nicht in der Marge, sondern in der Regel, dass der Einsatz nicht ausgezahlt wird: Bei Quote 1,90 wandert rund die Hälfte des Nennwerts allein deshalb verloren, weil der FreeBet-Einsatz im Gewinn verschwindet.

Vergleich: die zehn Anbieter nach Bewilligung und Bonusmodell

Die folgende Übersicht ordnet die zehn Wettanbieter, die auf dieser Seite bewertet werden, nach ihrer österreichischen Bewilligungslage. Die Spalte zum Bonus nennt jeweils das, was die Bedingungen des Anbieters hergeben.

Wettanbieter Österreichische Bewilligung Bonus oder Freiwette, wie angekündigt
tipp3 Bewilligung der NÖ Landesregierung, NÖ Wettgesetz, Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020 5 % des Gewinns werden bei gewonnenen Wetten abgezogen, die Wettgebühr trägt tipp3 bei verlorenen Wetten selbst
win2day Bewilligung der NÖ Landesregierung, Sportwetten außerhalb des Glücksspielgesetzes fünf FreeBets zu je 10 €, insgesamt 50 €, nach 1 € Ersteinzahlung, drei Jahre nutzbar, nur Einzelwetten
Vierklee Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0 Bonus bis 100 € angekündigt, konkrete Bedingungen nicht veröffentlicht
Starsportwetten Bewilligung laut App-Beschreibung, Land und Bescheidnummer nicht angegeben keine —
Admiral Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz keine —
Merkur Bets Bewilligung genannt, Land und Bescheidnummer nicht angegeben keine —
Bets keine Bewilligung; Lizenz Anjouan ALSI-202410047-FI2 Casino-Bonus 225 % bis 1 BTC plus 225 Freispiele, nicht für Sportwetten
Tipwin keine Bewilligung; Lizenz MGA (Malta) keine —
Wonderluck keine Bewilligung; Lizenz Anjouan Erstzahlungsbonus 100 % bis 150 €, Reload 50 % bis 500 €, Cashback 10 % bis 500 €, Accumulator Boost, Early Payout
N1 Bet keine Bewilligung; Lizenz Curaçao drei Arten von Freebets, Bedingungen nicht veröffentlicht

Was die Tabelle nicht zeigen kann, ist der eigentliche Unterschied zwischen den Zeilen. Die vier Anbieter mit Bewilligung und die vier ohne stehen nicht in derselben Kategorie: Bei den einen ist eine Landesbehörde prüfbar, bei den anderen ist sie es nicht, und wer seine Selbstsperre bei tipp3 aktiviert, ist bei Wonderluck weiterhin angemeldet. Das ist kein Detail für Juristen. Es ist der Punkt, an dem die Wahl des Buchmachers zu einer Wahl darüber wird, welche Regeln überhaupt für das eigene Konto gelten.

Die zweite Lücke in der Übersicht ist die Bonusspalte selbst. Bei vier Anbietern, die hier als „keine“ geführt werden, ist das keine Aussage über das Angebot, sondern über die Bereitschaft, es zu beschreiben: Tipwin wirbt für Ein- und Auszahlungen mit „sicheren Transaktionen“ und einem eigenen Kundenservice-Team, nennt für die App aber keine Zahlungsarten, Mindestbeträge oder Bonusbedingungen. Ob das ein schlankes oder ein schlecht dokumentiertes Programm ist, kann der Leser nur in der App selbst klären. Wer eine Freiwette sucht, findet sie dort vielleicht – nur eben nicht auf einer Vergleichsseite.

Die zehn Wettanbieter im Einzelnen

tipp3: die Bewilligung im Impressum und die einzige Abgabe, die am Gewinn hängt

tipp3 nennt seinen Nachweis vollständig, und der Vergleich mit den Anbietern darunter ist die beste Zeitinvestition dieses Abschnitts. Rechtsgrundlage für den Betrieb über Portal und App ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020), die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020; Betreiberin ist die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien. Wer das prüfen will, findet jede Angabe im Impressum.

Beim Geld wird tipp3 konkret. Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten der Gebühr von 5 Prozent. tipp3 gibt an, bei verlorenen Wetten die Gebühr selbst zu tragen; bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent des Gewinns abgezogen. Bei 10 Euro Einsatz und Quote 2,00 bleiben damit statt 20 Euro nur 19 Euro – ein Prozentpunkt auf den Bruttogewinn, nicht auf den Einsatz. Gewinne aus Cash-Outs sowie aus „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind von dem Abzug ausgenommen.

Auch die Bewegungsfreiheit mit dem Geld ist geregelt: Bargeld-Einzahlungen und Bargeld-Auszahlungen bei tipp3-Partnern sind auf maximal 1.000 Euro pro Woche begrenzt, und eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann. Wer sein Konto nur als Konto versteht, wird an dieser Stelle überrascht. Beim Ausstieg ist dafür umso mehr geboten: Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten, Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, beide nicht aufhebbar. tipp3 ist kein Anbieter für Gratiswetten-Jäger; die strengere Auszahlungsregel und der Gewinnabzug kosten mehr, als jeder Bonus einbringt.

win2day: fünf FreeBets, drei Jahre und drei Einschränkungen

Das FreeBet-Angebot von win2day umfasst fünf FreeBets zu je 10 Euro, insgesamt 50 Euro, nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 Euro. Die FreeBets sind drei Jahre nutzbar, gelten nur für Einzelwetten und nicht für Systemwetten, müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt und sind nicht auszahlbar. Im Feld der Gratiswetten ist die Frist das stärkste Argument das Anbieters – drei Jahre sind mehr, als ein Spieler im Voraus planen kann. Die Einschränkung auf Einzelwetten ist der Gegenpol: Wer gewohnt ist, mit Kombinationen zu arbeiten, muss umdenken.

Die FAQ des Anbieters fügt die Bedingung hinzu, die in der Werbung fehlt: Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion deaktiviert. Der mögliche Gewinn ergibt sich dann aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes. Wer eine Zehn-Euro-Freiwette auf Quote 3,00 setzt, sieht also 20 Euro als möglichen Gewinn, nicht 30. Auch hier gilt: Der Einsatz wird nicht ausgezahlt.

Beim Schutz setzt win2day die schärfsten Grenzen im ganzen Vergleich. Einzahlungen in Sportwetten sind bis zum Alter von 26 Jahren auf höchstens 250 Euro pro Woche begrenzt – Freitag bis Donnerstag –, ab 26 Jahren auf höchstens 1.680 Euro pro Kalendermonat; auf Antrag lässt sich das individuell erhöhen, Gewinne zählen nicht zum Limit. Die Kombination aus der jüngeren Altersgrenze und der Zwei-Jahres-Nutzung der FreeBets führt zu einer Kuriosität: Man kann die fünf Gratiswetten in einem Alter einsetzen, in dem für einen selbst eine Einzahlungsgrenze von 250 Euro pro Woche gilt. Die beiden Regeln gehören verschiedenen Registern an, und beide sind bindend. Wer bei win2day eine Gratiswette abholt, bekommt ein lang nutzbares Angebot und muss dafür die strengste Einzahlungsregel der Seite akzeptieren.

Vierklee: die klarste Bewilligungsangabe und der vage Bonus

Vierklee nennt seinen Nachweis auf der Startseite so knapp wie präzise: Der Online-Dienst wird unter der Bewilligung IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung betrieben. Keine andere Bewilligungsangabe in diesem Vergleich ist so kurz und so vollständig – Land, Behörde, Zahl, alles da.

Beim Angebot hört die Präzision auf. Neukunden wird ein Bonus von bis zu 100 Euro angekündigt; konkrete Bonusbedingungen nennt die Info-Seite nicht. Damit ist die Obergrenze bekannt und alles andere offen – Umsatz, Mindestquote, Frist, Verfall. Wer bei Vierklee die 100 Euro abholen will, muss vor der Einzahlung die Bedingungen im Kundenbereich oder im Kundenservice erfragen, weil er sich sonst auf eine Zahlungshöhe verlässt, ohne die Bedingung zu kennen, die ihr gegenübersteht. Die Bewilligung ist hier das Verlässlichere am ganzen Auftritt.

Starsportwetten: eine Bewilligung ohne Adresse

Starsportwetten nennt in der Beschreibung der App einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Die App bezeichnet sich selbst als behördlich bewilligter Sportwettenanbieter. Die Bewilligung führt allerdings kein Bundesland und keine Bescheidnummer an. Betreiberin ist die Star Sportwetten GmbH.

Für den Leser ist das ein Nachweis mit einem Loch. Dass eine Bewilligung besteht, wird gesagt; bei welcher Landesregierung sie liegt und unter welcher Zahl sie geführt wird, nicht. Wer sie prüfen will, muss beim Anbieter nachfragen – was in Ordnung ist, aber Zeit kostet, die bei anderen Anbietern des Vergleichs nicht anfällt. In einem Feld, in dem die Bewilligung das einzige staatliche Qualitätsmerkmal ist, ist eine unvollständige Angabe besser als keine und schlechter als eine vollständige.

Admiral: bewilligt in Oberösterreich, still beim Bonus

Admiral nennt eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz; Betreiberin ist die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen. Das Land ist damit bekannt, die Bescheidnummer nicht. Die Marke hat die längste Unternehmensgeschichte im Vergleich: Die ADMIRAL Sportwetten GmbH gehörte zur Novomatic-Gruppe, gegründet wurde das Unternehmen von Walter Grubmüller, und an der Wiener Börse war es von 2001 bis 2006 notiert.

Was Admiral für diese Seite interessant macht, ist weniger die Geschichte als die Zurückhaltung. Ein bewährter Name mit jahrzehntelangem Filialnetz ist der klassische Fall, in dem sich eine Gratiswette nicht in der Werbung findet, sondern im Kundenservice. Wer sich für Admiral entscheidet, entscheidet sich für eine Bewilligung mit einem oberösterreichischen Sitz und gegen die Aussicht, das eigene Konto mit einem publik gemachten Neukundenangebot zu eröffnen. Die Bewilligung ist der Grund, den man anführen kann; der Bonus ist es nicht.

Merkur Bets: ein neuer Name auf alter Erlaubnis

Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group tritt seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auf; zuvor hieß sie Cashpoint Sportwetten und hatte ihren Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996. In den Bewilligungsangaben nennt der Anbieter eine Bewilligung, aber weder Land noch Bescheidnummer; ein Betreiberunternehmen wird nicht genannt.

Der Namenswechsel ist für den Spieler relevant, weil er die Vertrautheit untergräbt, auf der die Marke bisher gebaut hat. Jahrzehnte als Cashpoint sind mit einem Datum im Juni 2025 verschwunden, und wer nach Erfahrungen sucht, findet sie unter einem Namen, den es nicht mehr gibt. Aus diesem Grund ist der Anbieter auf dieser Seite schwerer zu beurteilen als tipp3 oder win2day, bei denen eine Aktenzahl die Gegenwart an die Vergangenheit bindet. Wer Merkur Bets prüfen will, stellt dem Bundesland, in dem er wohnt, die richtige Frage: unter welcher Bewilligung läuft meine Wette.

Bets.io: ein Casino-Bonus in einem Sportwetten-Vergleich

Bets nennt als Willkommensangebot einen Casino-Bonus von 225 Prozent bis zu 1 BTC plus 225 Freispiele. Das ist ausdrücklich kein Sportwettenbonus: Die Freispiele gelten für Casinospiele, nicht für Sportwetten. Wer den Bereich Rechtliches öffnet, sieht zusätzlich eigene Sportbedingungen. Die Lizenz ist Anjouan ALSI-202410047-FI2, also keine österreichische Bewilligung; die Rechtslage solcher im Ausland gehosteter Angebote ist umstritten und hängt am Wettgesetz des jeweiligen Landes.

Der Anbieter gehört damit in die Kategorie derer, bei denen der Vergleich nicht damit endet, wie gut ein Bonus ist, sondern damit, bei welcher Behörde man sich über ihn beschweren kann. Dort ist die ehrliche Antwort: bei keiner österreichischen. Das größte Angebot im gesamten Feld mit der dünnsten Aufsicht ist kein Widerspruch, sondern die übliche Kombination. Für eine Gratiswette im Sinne dieser Seite ist Bets damit ungeeignet: Ein Casino-Bonus mit Freispielen ist kein FreeBet, und wer den Unterschied nicht bemerkt, zahlt die Casino-Umsatzbedingungen mit Sportwetten-Geld.

Tipwin: „sichere Transaktionen“ und kein Wort zum Bonus

Tipwin wirbt für Ein- und Auszahlungen mit „sicheren Transaktionen“ und einem eigenen Kundenservice-Team. Für die App werden aber keine konkreten Zahlungsarten, Mindestbeträge oder Bonusbedingungen genannt. Als Lizenz ist MGA (Malta) ausgewiesen, nicht eine Bewilligung eines Bundeslandes.

„Sichere Transaktionen“ ist die Art von Werbung, die sich nicht prüfen lässt, weil sie nichts überprüfbar behauptet. Was ein Spieler wissen will – ob eine Sofortüberweisung ankommt, in welcher Höhe ausgezahlt werden darf, was eine Auszahlung kostet –, steht dort nicht. Wer es trotzdem wissen will, muss den Kundenservice fragen, auf dessen Existenz der Anbieter immerhin hinweist: Immerhin ist ein erreichbarer Support bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung praktisch, weil die Alternative wäre, sich an eine Aufsichtsbehörde auf Malta zu wenden. Eine Freiwette findet sich in dieser Aufzählung nicht.

Wonderluck: viele Prozente, keine Bedingungen

Wonderluck bewirbt im Sportbereich einen Erstzahlungsbonus von 100 Prozent bis 150 Euro, einen wöchentlichen Reload-Bonus von 50 Prozent bis 500 Euro, Cashback von 10 Prozent bis 500 Euro, dazu Accumulator Boost und Early Payout. Die Lizenz ist Anjouan, keine österreichische Bewilligung. Bedingungen stehen in der Übersicht nicht.

Hier stehen zwei Posten nebeneinander, deren Rang von einer Zahl abhängt, die fehlt. Ein wöchentlicher Reload von 50 Prozent bis 500 Euro ist nominal mehr als das Fünfzig-Euro-Paket von win2day; wenn daran aber eine fünffache Umsatzauflage mit 30-Tage-Frist hängt, ist er weniger wert, weil die Erwartung des Lesers an „wöchentlich“ eine Dauerhaftigkeit unterstellt, die die Frist wieder wegnimmt. Wer bei Wonderluck einsteigt, sollte sich vor der Einzahlung die Bedingungen schriftlich geben lassen. Bei einem Anbieter ohne österreichischen Ansprechpartner ist der Kundenservice die einzige Instanz, die man anrufen kann – und genau deshalb der Teil des Angebots, den man vorher testet.

N1 Bet: mehr als 70 Sportarten und drei Arten von Freebets

N1 Bet läuft auf dem Modul SoftSwiss Sportsbook und wurde 2021 als Sportwettenprojekt der N1 Group vorgestellt. Genannt werden mehr als 10.000 Live-Ereignisse in über 70 Sportarten, mehr als 1.200 Wettmärkte, drei Arten von Freebets und fünf Quotenformate. Die Lizenz ist Curaçao, nicht eine Bewilligung eines Bundeslandes.

Die Breite ist das Argument und zugleich die Frage, die sie aufwirft. Ein Angebot mit 1.200 Wettmärkten ist für jemanden gemacht, der den Markt auswählt, und nicht für jemanden, der eine Gratiswette in eine Einzelwette auf den Lieblingsverein verwandelt. Wer dort ohnehin viel Zeit im Wettprogramm verbringt, wird die drei Freebet-Formen zu schätzen wissen; wer nur die Gratiswette will, muss sich durch ein Programm arbeiten, das für ihn gebaut ist und nicht für seinen Anlass. Was unter österreichischem Schutz nicht vorhanden ist, fehlt auch hier: eine Sperre, die über den Anbieter hinausreicht.

Ein Zweitmarkt, der außerhalb dieser Liste liegt

Einige Anbieter, die österreichische Spieler antreffen, kommen für eine Bewertung nach den Kriterien dieser Seite nicht in Frage, weil sich ihre Angaben nicht prüfen lassen. Betovo nennt 100 Prozent bis 250 US-Dollar Erstbonus, Mindesteinzahlung 10 US-Dollar, Mindestquote 1,59 und die Umsatzangabe „Wette: 6“, dazu Live-Wetten, Boosted-Quoten und eine breite Sportartenliste. BetLabel bewirbt 100 Prozent bis 100 Euro ohne Bedingungen auf der Startseite. Golisimo bewirbt 100 Prozent bis 100 Euro im Sportbereich und 100 Prozent bis 200 USDT als Krypto-Willkommensbonus, ohne abrufbare Aktionsbedingungen. Solange die Bedingungen fehlen, sind die beworbenen Höhen keine Zahlen, mit denen man rechnen kann – sie beschreiben eine Obergrenze, nicht einen Wert.

Was am Ende vom Bonus übrig bleibt

Wer die Seite bis hierher gelesen hat, hat die Antwort auf die Ausgangsfrage in Einzelteilen: Bei win2day Sportwetten sind aus 50 Euro FreeBet unter der Annahme zweier Ausgänge zu je 1,90 rund 29 bis 30 Euro nutzbarer Wert geworden – vorausgesetzt, sie werden vollständig als Einzelwetten ohne Cash-Out eingesetzt. Bei Boomerang-Bet entscheidet die Klausel, die fünfmalige Umsetzung für österreichische Kunden nennt und sechsmalige für alle anderen; bei Slotimo ist die Frist 30 Tage; bei Vierklee weiß man bis 100 Euro und nichts darunter. Die Kosten liegen nie in der beworbenen Höhe, sondern in den Bedingungen, die sie einrahmen: Mindesteinzahlung, Mindestquote, Frist, Umsatz, Ausschluss bestimmter Zahlungswege.

Für die Wahl des Buchmachers ergibt sich daraus eine Reihenfolge, die nicht der Reihenfolge der Bonuswerte folgt. Wer Wert auf prüfbare Regeln legt, wählt unter tipp3, win2day, Vierklee, Starsportwetten, Admiral und Merkur Bets – mit dem Vorbehalt, dass bei Starsportwetten und Merkur Bets die Bescheidangaben unvollständig sind. Innerhalb dieser Gruppe ist der beste Gratiswetten-Fall win2day: 50 Euro, drei Jahre, Einzelwetten. Wer das Maximum an Bonuswert will und die Aufsichtsfrage nachrangig behandelt, landet bei Anbietern ohne Bewilligung, und dort ist der Wert der beworbenen Summe bis zum Beweis des Gegenteils unbekannt.

Ein letzter Hinweis auf die Rechnung, weil sie die einzige ist, die nie auf einem Werbebanner steht: Eine Freiwette ist günstiger als jede Einzahlung, und ihr Gegenwert ist trotzdem kleiner als ihr Nennwert. Wer hingegen den Bonus zum Anlass nimmt, mehr zu setzen als geplant, verliert genau das, was diese Seite zu vermeiden hilft. Ein Limit, das man vor der ersten Einzahlung setzt, ist die einzige Zahl in diesem Vergleich, die garantiert hält, was sie verspricht.

Häufige Fragen zu Gratiswetten und Bonusbedingungen

Wird der Einsatz einer Gratiswette bei einem Gewinn mit ausgezahlt?

Nein. Bei einer Freiwette stellt der Anbieter den Einsatz, zahlt ihn aber bei einem Treffer nicht aus; ausgezahlt wird nur der Gewinnanteil. Wer eine 10-Euro-Freiwette auf Quote 2,00 gewinnt, erhält 20 Euro gutgeschrieben, davon sind 10 Euro Einsatz und 10 Euro Gewinn. Nutzbar sind die 10 Euro.

Gibt es Gratiswetten ohne Einzahlung, oder ist eine Mindesteinzahlung nötig?

Beides kommt vor, und die Hürde liegt unterschiedlich hoch. Das FreeBet-Paket von win2day Sportwetten setzt eine erste Einzahlung von mindestens 1 Euro voraus; bei Slotimo Österreich liegt die Mindesteinzahlung je Teilangebot bei 20 Euro. Eine echte Gratiswette ohne jede Einzahlung hängt allein an den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Welche Bedingungen gehören typischerweise zu einer Freiwette?

Mindestquote, Frist und Umsatzanforderung. Bei Boomerang-Bet gilt eine Mindestquote von 1,50, bei Kombiwetten mindestens 1,5 je Auswahl, die Umsatzbedingungen sind innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Einzahlung zu erfüllen, und pro Wette zählen höchstens 50 Euro zum Umsatz. Einzahlungen per Skrill oder Neteller qualifizieren dort nicht.

Wie wird der mögliche Gewinn einer Freiwette aus Quote und Einsatz berechnet?

Bei einer normalen Wette ist der mögliche Gewinn Einsatz mal Quote. Bei einer Freiwette wird der Einsatz abgezogen, weil er nicht zurückgezahlt wird. Bei win2day Sportwetten ergibt sich der mögliche Gewinn aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes – bei 10 Euro auf Quote 2,00 also 10 Euro.

Lässt sich eine Freiwette für Systemwetten oder mit Cash-Out nutzen?

Bei win2day Sportwetten nicht. Die FreeBets gelten nur für Einzelwetten und nicht für Systemwetten, müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden und sind nicht auszahlbar. Zusätzlich ist bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, die Cash-Out-Funktion deaktiviert. Wer den Notausgang einplant, plant ihn vergeblich ein.

Ist ein Wettbonus gesetzlich geregelt?

Nein. In Österreich existiert keine gesetzliche Regelung für Sportwetten-Boni: keine Vorschrift zu Höhe, Umsatz oder Mindestquote. Es gilt allein, was der Anbieter in seinen Bedingungen festlegt. Auch eine bundesweite Einzahlungsgrenze für Sportwetten gibt es nicht; Einzahlungslimits sind, wie bei win2day, Hausregeln des jeweiligen Anbieters.

Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterzahlung»